Der Name einer Schule trägt in besonderer Weise zur Identitätsfindung der Schulgemeinschaft bei und vermittelt zugleich Werte, für die die Schule steht.
Der Wunsch der Schulgemeinschaft nach einem identitätsstiftenden Schulnamen hat die Schule schon häufiger beschäftigt. In einem erneut intensiv geführten Diskussionsprozess wurde deutlich, mit der Namensänderung der Schule ein bewusstes Zeichen nach innen und außen gegen Gleichgültigkeit und für Haltung zu setzen. In einer Zeit, in der das Stehen zu demokratischen Grundwerten nicht mehr selbstverständlich ist, möchten wir jungen Menschen Orientierung vermitteln und einen aktiven Beitrag zur politischen Bildung, Erinnerungskultur und Identitätsfindung leisten.
Daher haben wir uns entschlossen, das Vermächtnis der Shoah-Überlebenden Margot Friedländer dauerhaft in unserem Schulalltag sichtbar zu machen. Margot Friedländer steht exemplarisch für die Verantwortung, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus‘ wachzuhalten. Ihre Lebensgeschichte macht Geschichte persönlich und nachvollziehbar. Sie war eine der wichtigsten Mahnerinnen unserer Zeit und trat unermüdlich für Menschlichkeit, Toleranz und demokratische Werte ein.
Die Benennung nach Margot Friedländer eröffnet der Schulgemeinschaft Möglichkeiten zur Verankerung von Erinnerungskultur und Demokratiebildung im Schulalltag und ist damit ein programmatisches Bekenntnis zu historischer Verantwortung und zu Menschlichkeit.
Wir freuen uns sehr auf die Entwicklung eines wertebasierenden Schulprofils, das die Erinnerung mit Zukunftsorientierung verbindet.
Die Umbenennung des Gymnasiums Langen in das Margot-Friedländer-Gymnasium Geestland wird durch eine Projektwoche eingeleitet, die dann in einem Schulfest am 05.09.2026 ab 15:30 Uhr ihren Abschluss findet.